Mit der aktuellsten Videotechnik zum Wow-Faktor

Neue Technik bei Videos
  • Moderne Technik ermöglicht erstaunliche Ergebnisse. Mit Kameradrohnen sind außergewöhnliche und spektakuläre Bilder aus den unterschiedlichsten Perspektiven relativ einfach herzustellen. Ebenso längst etabliert sind extreme Makro-Aufnahmen oder elektronische Slider (elektronisch gesteuerte Kameraschienen für DSLR, das sind Spiegelreflexkameras mit digitalem Aufnahmesensor) und Camcorder, die sanfte Kamerafahrten erzeugen. Diese Techniken kommen oft bei sogenanntem „Hero Content“ zum Einsatz.

    Stets die aktuellsten Produktionstechniken parat zu haben, ist für Marco Haas, Senior Video Producer der Content Performance Group, eine Selbstverständlichkeit. Eines der primären Assets und zugleich ein Wow-Faktor für Kund:innen: Es muss gar nicht exorbitant teuer sein, um höchste Qualitätsstandards sowohl beim Storytelling als auch in der Videoqualität zu erreichen.

    Natürlich ortet der Content-Marketing-Video-Experte sensationelle technische Neuerungen, vor allem was die Stagecraft-Technik – riesige LED-Walls als Hintergrund – betrifft. Das Ergebnis sind hyperreale Content-Marketing-Videos in jeder denkbaren virtuellen Umgebung, mit denen beinahe jede Idee in nur einer Location (dem Studio) umgesetzt wird. Die Videobranche ist im ständigen Umbruch – up to date zu sein ist für Haas deshalb ein absolutes „Muss“. „Heute ist Video überall, Kids machen mit dem Handy spannende Geschichten auf TikTok“, analysiert Marco Haas. „Wir müssen das etwas weiterdenken und Produktionen anders aufstellen. Noch vor einigen Jahrzehnten war Videoproduktion ein technischer Beruf, bei dem viel technisches Know-how nötig war. Dieser Zugang hat sich völlig geändert. Jede:r kann heute Videos produzieren.“

    Was hat sich in den vergangenen Jahren in puncto Technik verändert?

    Marco Haas: „Es hat sich sehr viel weiterentwickelt. Früher war man mit Videokameras bei Erzählungen sehr beschränkt, was Tiefenunschärfen betrifft. Nach dem Aufkommen der ersten DSLR-Kameras mit Videofunktion hat sich das Arbeiten völlig geändert. Plötzlich war ein Kino-Look schnell und simpel ohne großen Aufbau und mit wenig Personal erzielbar, man konnte mit einer Fotokamera in Kinoqualität produzieren. Das betrifft auch die Bewegung mit der Kamera. Früher brauchte es einen Kamerakran, Kameraschienen oder eine Steadycam, um fließende Bewegungen und Kamerafahrten aufzunehmen. Drohnen sind heute ebenfalls Standard und gehören für uns zum Alltag. Hier gibt es mit autonomen Drohnen, die selbstständig den Darsteller:innen in einem definierten Abstand folgen, spannende neue Entwicklungen. Mit Wechselobjektiven werden Tiefenunschärfen und wunderbare Makro-Aufnahmen erreicht. Wir müssen heute hochwertig und mit High-End-Geräten arbeiten, denn jedem/jeder User:in würde sofort auffallen, wenn Videotechnik zum Einsatz kommt, die bereits fünf Jahre alt ist. Das Ergebnis wäre einfach nicht mehr zeitgemäß.“

    Technik, wohin das Auge reicht. Wie erkennen Kund:innen, was sie benötigen und auf welche Gimmicks sie verzichten können?

    Haas: „Ein gutes Ergebnis mit wenig Aufwand zu erreichen, ist einer der Wow-Faktoren für unsere Kund:innen. Das sind etwa schöne Animationen, für deren Erstellung aber keine vier Wochen benötigt werden. Wir produzieren ein Animationsvideo in kurzer Zeit, innerhalb einer Woche, mit einem Top-Ergebnis zu einem vernünftigen Preis. Dass Animationsvideos Unsummen kosten, stimmt heute überhaupt nicht mehr. Das bringt Kund:innen oft zum Staunen!“

    Was unterscheidet Content-Video-Spezialist:innen von YouTuber:innen?

    Haas: „Wir haben bereits in der Startphase einen professionelleren Zugang. Das beginnt mit einer ansprechenden Vorproduktion für die Kund:innen, beim Briefing, dem Treatment, der Prävisualisierung und den Styleframes. So würden Jugendliche oder YouTuber:innen niemals arbeiten. Natürlich ist es das Wesen einer Videoproduktion, dass manches dem Zufall überlassen wird.“

    Was zählt mehr, ein ausgefeiltes Drehbuch oder Improvisation?

    Haas: „Beim Erstellen der Idee muss man sich Zeit nehmen. Manchmal wird bei einem Schnellschuss bloß eine Shotlist benötigt, ein anderes Mal ein ausführliches Drehbuch. Deshalb erarbeiten wir zuerst die Bedürfnisse der Kund:innen und beraten sie über die Möglichkeiten, die für die Umsetzung zur Verfügung stehen. Das inkludiert natürlich auch den Faktor Zeit und die budgetären Möglichkeiten, denn manche noch so tolle Idee lässt sich weder in einem vernünftigen Zeitrahmen noch zu vernünftigen Kosten realisieren. So finden wir heraus, was wirklich gebraucht wird, damit die Kund:innen ihre Ziele erreichen.“

    Ist eine 4K-Auflösung unbedingt nötig oder bloß ein Hype?

    Haas: „Eine wichtige Frage ist, was man mit einem Content-Marketing-Video erreichen möchte. Wenn Content für Social Media produziert wird, den die Menschen auf dem Smartphone konsumieren, reicht zum Beispiel ein HD-Video aus, da brauche ich keine 4K-Auflösung. In HD ist ein Clip rasch produziert, der Look bleibt gleich und die Kosten sind deutlich geringer. Es muss nicht immer die neueste Technik sein, die zum Ziel führt. Für das Internet ist HD völlig ausreichend und für die ,normalen‘ Konsument:innen spielt das keine Rolle. Soll der Clip jedoch auf einer tollen, riesigen 4K-Videowall gezeigt werden, produzieren wir in 4K. Aber wir wollen nichts verkaufen, was die Kund:innen gar nicht benötigen.“

    Zu viel Technik kann zum Ballast werden?

    Haas: „Das vermitteln wir unseren Kund:innen. Oft ist es sinnvoller, in kürzerer Zeit ein sehr gutes Ergebnis zu erzielen, als unnötige Technik aufzufahren. Wird eine aufwändigere Produktionstechnik benötigt oder gewünscht, haben wir diese natürlich auch in unserem Portfolio. Es läuft auf die Frage hinaus: Welche Technik ist die richtige für die richtige Produktion für den richtigen Kunden oder die richtige Kundin? So können wir effektiv und kosteneffizient arbeiten.“

    Sollte man immer die neuesten Instagram-Filter parat haben?

    Haas: „Das kommt auf die Zielgruppe an. Möchte ich jene Menschen ansprechen, die sich hauptsächlich dort bewegen, dann sind solche Bilder durchaus gewünscht. Mache ich ein Video für einen CEO, dann Finger weg von allen Instagram-Filtern, -Ohren und -Nasen! Selbstverständlich wissen wir aber Bescheid, was es am Markt gibt und was gerade topangesagt ist. Wir können sowohl rasch einen brandaktuellen Clip für TikTok produzieren als auch eine Breitwandpräsentation für eine:n Hersteller:in von gediegenen Möbeln oder ein Format, das in Richtung Teleshopping geht. Das ist einer unserer Wow-Faktoren: Wir können genau einschätzen, welche Stilmittel wir einsetzen, damit Kund:innen ihre Ziele erreichen. Wir sind nicht da, um unsere Kreativität zum Selbstzweck auszuleben.“

    Der neueste Trend bei Studioproduktionen sind riesige LED-Walls, auf denen Kulissen entstehen. Was darf man sich von der Stagecraft-Technologie erwarten?

    Haas: „Bisher musste man jedes kleine Detail planen. Mit der Stagecraft-Technologie gibt es nun die Möglichkeit, virtuelle Räume und Backdrops live vor Ort im Studio mit Unreal-Engine und Realtime-Rendering zu erstellen. Früher standen die Darsteller:innen im Greenscreen und mussten sich den Hintergrund vorstellen. Erst in der Postproduktion hat man dann gesehen, ob alles zusammenstimmt. Digitale Elemente, die früher erst in der Postproduktion entstanden sind, kann man jetzt live ans Set holen! Die Darsteller:innen agieren in Echtzeit. Ich kann Animationen an die Darsteller:innen anpassen, die Darsteller:innen können mit dem Hintergrund interagieren und das gesamte Bild wird mit der Kamera aufgenommen. Es gibt in Österreich bereits erste Live-Studios, die diesen Service anbieten. Noch ist Stagecraft High-End, aber das wird die Zukunft des Studioarbeitens generell und auch Content-Marketing-Videos prägen.“

    Checkliste und Tipps für Content-Marketing-Videos
    More Good Topics for You