Wie erhöhe ich die Reichweite eines Podcasts?

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  • Es ist so weit: Ihr Podcast ist fertig produziert. Sie finden, er ist richtig gut geworden, er wird sicherlich bei der Zielgruppe ankommen? Freut uns. Aber nur weil das Hörerlebnis passt, heißt es noch lange nicht, dass der Podcast als Selbstläufer sein Publikum finden wird. Es gibt neben dem qualitätsvollen Content noch einen zweiten entscheidenden Hebel für den Erfolg (Lesen Sie dazu auch den Beitrag: Wann ist ein Podcast erfolgreich?): Um Relevanz bei der Zielgruppe zu erreichen, braucht es eine konsistente und nachhaltige Reichweitenstrategie, um die Bekanntheit des Podcasts zu steigern. Oder direkter ausgedrückt: Ein Podcast muss auch beworben werden. Der Abschluss der Produktion ist somit nur der Startschuss für die zweite Etappe am Weg zum Ziel.

    Die Systematik des Schwungrads nutzen

    Podcast-Content ist qualitativ hochwertig. In der Vorbereitung muss man ausführlich recherchieren und planen. Wie Sie das machen, können Sie hier nachlesen. Daher ist ein Podcast die perfekte Basis für eine Content-Zweitverwertung. Aus ihm lassen sich Inhalte für andere Produktionen oder Kanäle generieren. Ein paar Beispiele:

    • Zitate aus dem Podcast können für Social-Media-Posts verwendet werden.
    • Texte aus dem Podcast können zu SEO-relevantem Content im Blog werden.
    • Audio-Snipplets lassen sich auf anderen Kanälen einsetzen.
    • Mit einfachen Mitteln lässt sich ein Making-of des Podcasts produzieren – Video- oder Bildmaterial, das weiterverbreitet werden kann.

    Der Podcast wird so zur Content-Maschine, zu einem Schwungrad, das den Motor für andere Kanäle anwirft. Diese zusätzlichen Content Pieces befeuern wiederum den Podcast – besonders, wenn man den Podcast auch gezielt auf anderen Kanälen einbindet, sofern es thematisch passt. „Deshalb ist es so wichtig, mit dem Podcast-Content weiter zu arbeiten, ihn zu recyceln“, betont Nicola Dietrich, Chief Strategy Officer bei der Content Performance Group, Österreichs führender Agentur für Marketing-Transformation, datenbasiertes Content- Marketing und Digitalvermarktung. Diese kleinen Content-Happen bewerben nicht nur den Podcast, man spricht mit ihnen auch Personen an, die bei einem Thema nicht ganz so in die Tiefe gehen wollen, dass sie sich einen ganzen Podcast anhören.

    Dies funktioniert jedoch nur, wenn das Marketing, die Kommunikationsabteilung eines Unternehmens crossmedial denkt und nicht jeden Kanal als alleinstehenden Silo betrachtet. Um den Kommunikationsanforderungen der Gegenwart gerecht zu werden, braucht es eine Gesamtredaktion, die wie in einem Medien-Newsroom organisiert die Vielzahl an Content-Schienen und Kanälen koordiniert bespielt.

    Bewerbung als Kostenfaktor

    „Die Podcast-Bewerbung sollte bei Social Media nicht ausschließlich organisch erfolgen, Unternehmen sollten dafür ruhig auch etwas Geld in die Hand nehmen“, rät Nicola Dietrich. Dies gilt auch für die Bewerbung des Podcasts auf anderen Kanälen wie Sponsored Content. Ein Kostenfaktor, der bei der Podcast-Planung häufig außer Acht gelassen wird – obwohl er im Vergleich zur Produktion eigentlich einen höheren Anteil am Gesamtbudget haben sollte. „Als Richtwert kann man nehmen: 30 bis 40 Prozent machen die Produktion aus, der Rest sollte auf die Bewerbung gehen“, so Nicola Dietrich.

    Zu berücksichtigen ist auch: Das Format Podcast ist ein mittel- bis langfristiges Investment. „Unternehmen sollten mindestens ein halbes Jahr konsequent Geld in die Bewerbung stecken“, meint Nicola Dietrich. Die Sichtbarkeit eines Podcasts und Steigerungen bei der Hörerzahl erarbeitet man sich in der Regel erst mit der Zeit. Als Unternehmen braucht man beim Thema Podcast somit Durchhaltevermögen.

    Wenn Sie noch mehr von der Erstellung bis hin zur Distribution von Podcasts erfahren möchten lesen Sie hier weiter.

    Checkliste für die Podcast-Produktion
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